Kiefergelenk (Articulatio temporomandibularis)
Sagittale Anatomie des Kiefergelenks

Die Beschriftungen der Illustration sind auf Englisch (standardisierte anatomische Fachbegriffe).
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Dieser Sagittalschnitt durch das Kiefergelenk (Articulatio temporomandibularis) zeigt die Unterkiefergrube (Fossa mandibularis, auch Fossa glenoidalis genannt), den Gelenkhöcker (Tuberculum articulare), den Gelenkdiskus (Discus articularis), der das Gelenk in eine obere und eine untere synoviale Gelenkhöhle unterteilt, den Unterkieferkondylus sowie den lateral an der vorderen Gelenkregion ansetzenden Flügelmuskel (Musculus pterygoideus lateralis).
Diese Ansicht erklärt die beiden grundlegenden Bewegungen des Kiefergelenks. Die Rotation findet im unteren Gelenkkompartiment zwischen dem Kondylus und dem Diskus statt. Die Translation erfolgt im oberen Gelenkkompartiment, wenn der Diskus-Kondylus-Komplex nach vorne über die Gelenkeminenz (Eminentia articularis) gleitet. Eine anteriore Diskusverlagerung mit oder ohne Reposition wird anhand dieser anatomischen Beziehungen beschrieben und gehört zu den häufig geprüften Themen bei craniomandibulären Dysfunktionen (CMD). Die Zugwirkung des Musculus pterygoideus lateralis auf Diskus und Kondylus spielt sowohl bei der normalen Mundöffnung als auch bei einer Kiefergelenkluxation eine wichtige Rolle.
Passende Übungsfragen
Diese Illustration dient ausschließlich der Prüfungsvorbereitung und Ausbildung. Sie stellt keine patientenbezogene klinische Beratung dar.