Faszienräume

Submandibularraum und Sublingualraum

Koronarschnitt durch den Mundboden mit Darstellung des Sublingualraums und Submandibularraums, die durch den Musculus mylohyoideus getrennt werden, sowie einer entsprechenden MRT-Schnittbildaufnahme.
Koronarschnitt durch den Mundboden mit Darstellung des Sublingualraums und Submandibularraums, die durch den Musculus mylohyoideus getrennt werden, sowie einer entsprechenden MRT-Schnittbildaufnahme.. Illustration © Socket Science · Bildlizenz
Die Beschriftungen der Illustration sind auf Englisch (standardisierte anatomische Fachbegriffe).

License this illustration for your lectures →

Diese Illustration zeigt einen Koronarschnitt durch den Mundboden zusammen mit einer entsprechenden Schnittbildaufnahme. Oberhalb des Musculus mylohyoideus liegt der Sublingualraum mit der Unterzungenspeicheldrüse (Glandula sublingualis), darunter befindet sich der Submandibularraum. Zusätzlich sind die intrinsischen Zungenmuskeln, der Musculus hyoglossus, Musculus genioglossus, Musculus geniohyoideus, Musculus platysma und der vordere Bauch des Musculus digastricus dargestellt.

Die Faszienräume gehören zu den besonders prüfungsrelevanten Themen der Oralchirurgie. Die wichtigste Regel lautet: Der Musculus mylohyoideus bestimmt den Ausbreitungsweg einer Infektion. Infektionen, die von Zähnen mit Wurzelspitzen oberhalb der Linea mylohyoidea ausgehen (Prämolaren und erster Molar), breiten sich in den Sublingualraum aus. Infektionen des zweiten und dritten Molaren, deren Wurzelspitzen unterhalb dieser Linie liegen, gelangen dagegen in den Submandibularraum. Ein beidseitiger Befall der Submandibular-, Sublingual- und Submentalräume wird als Ludwig-Angina (Angina Ludovici) bezeichnet. Dabei handelt es sich um einen medizinischen Notfall mit potenziell lebensbedrohlicher Verlegung der Atemwege.

Diese Illustration dient ausschließlich der Prüfungsvorbereitung und Ausbildung. Sie stellt keine patientenbezogene klinische Beratung dar.