Knochenanatomie

Anatomie der Innenseite des Unterkiefers

Mediale Ansicht des Unterkiefers mit beschriftetem Unterkieferloch, Lingula mandibulae, Sulcus und Linea mylohyoidea, Fossa submandibularis, Fossa sublingualis, Spinae mentales und Fossa digastrica.
Mediale Ansicht des Unterkiefers mit beschriftetem Unterkieferloch, Lingula mandibulae, Sulcus und Linea mylohyoidea, Fossa submandibularis, Fossa sublingualis, Spinae mentales und Fossa digastrica.. Illustration © Socket Science · Bildlizenz
Die Beschriftungen der Illustration sind auf Englisch (standardisierte anatomische Fachbegriffe).

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Die Innenseite des Unterkiefers weist anatomische Orientierungspunkte auf, die insbesondere für die Lokalanästhesie und Oralchirurgie von Bedeutung sind. Diese Illustration zeigt das Unterkieferloch (Foramen mandibulae) und die es teilweise überlagernde Lingula mandibulae, die Mylohyoidrinne (Sulcus mylohyoideus) und die Mylohyoidlinie (Linea mylohyoidea), die Fossa sublingualis und Fossa submandibularis, die Kinnsporne (Spinae mentales, auch Genialtuberkel genannt) sowie die Fossa digastrica.

In Prüfungsfragen werden diese anatomischen Strukturen vor allem in drei Zusammenhängen behandelt. Das Foramen mandibulae und die Lingula erklären, wo bei der Leitungsanästhesie des Nervus alveolaris inferior das Lokalanästhetikum deponiert wird und weshalb die Anästhesie fehlschlagen kann. Die Linea mylohyoidea bildet einen wichtigen Orientierungspunkt für die Abgrenzung des Sublingualraums vom Submandibularraum und beeinflusst damit, in welchen Raum sich eine Infektion ausgehend von einem unteren Molaren ausbreitet. Die Spinae mentales dienen als Ursprungsstellen des Musculus genioglossus und des Musculus geniohyoideus. Diese Muskelansätze werden häufig in Anatomieprüfungen abgefragt.

Diese Illustration dient ausschließlich der Prüfungsvorbereitung und Ausbildung. Sie stellt keine patientenbezogene klinische Beratung dar.