Prüfungsfragen zu Festsitzende Prothetik
Die Prüfungsfragen zur festsitzenden Prothetik folgen dem klinischen Behandlungsablauf: Diagnostik und Behandlungsplanung, Zahnpräparation, provisorische Versorgungen, Abformung, Gerüstgestaltung und Einprobe, Okklusion, Zementierung sowie das Management von Komplikationen nach der Zementierung. Dieser Fragensatz behandelt außerdem die Konstruktionsprinzipien von Brücken, einschließlich der Beurteilung von Pfeilerzähnen, sowie festsitzende implantatgetragene Prothesen. Bei den Prüfungen AFK, INBDE, ORE und ADC stehen anwendungsorientierte Fragen im Vordergrund, beispielsweise dazu, welches Präparationsmerkmal die Retention verbessert, welches Befestigungsmaterial für eine bestimmte Restauration geeignet ist oder warum sich eine Krone gelöst hat. Das Verständnis der klinischen Zusammenhänge hinter jedem Behandlungsschritt ist wichtiger als das bloße Auswendiglernen von Zahlenwerten ohne Kontext.
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Die Fragen wurden aus dem Englischen übersetzt. Die Prüfungen selbst werden in englischer Sprache durchgeführt.
Prüfungsfragen
Frage 1 von 10
Festsitzende implantatgetragene Prothetik
Warum wird eine prothetische Implantatschraube mit einem vorgeschriebenen Drehmoment angezogen?
Die richtige Antwort ist A.
Die richtige Antwort ist A. Das korrekte Anzugsdrehmoment erzeugt eine Vorspannkraft, die zur Stabilität der Schraubenverbindung beiträgt. Die prothetische Konstruktion sollte eine passive Passung, eine zweckmäßige Wiederabnehmbarkeit, gut zu reinigende Konturen, eine kontrollierte Okklusion und eine ausreichende Materialstärke ermöglichen. Die Implantatposition, der verfügbare prothetische Raum, der Zugang zum Schraubenkanal, die Geometrie der Implantat-Abutment-Verbindung, die Lastverteilung und mögliche Wartungsrisiken bestimmen die Auswahl der Befestigungsart und der Gerüstkonstruktion.
Frage 2 von 10
Zementierung
Was ist der Hauptzweck eines provisorischen Befestigungszements bei einer temporären Krone?
Die richtige Antwort ist A.
Die richtige Antwort ist A. Ein provisorischer Befestigungszement stellt einen Kompromiss zwischen kurzfristig ausreichender Retention und der Möglichkeit zur zerstörungsfreien Entfernung der Restauration dar. Die Auswahl des Befestigungszements hängt von der Materialzusammensetzung der Restauration, der Retentionsform der Präparation, dem Substrat, den Möglichkeiten zur Trockenlegung und der erforderlichen Wiederabnehmbarkeit ab. Das vollständige Aufsetzen der Restauration, die korrekte Oberflächenbehandlung, eine kontrollierte Zementfilmdicke und die vollständige Entfernung von Zementüberschüssen sind entscheidend. Eine adhäsive Befestigung kann eine mangelhafte Passung nicht ausgleichen.
Frage 3 von 10
Gerüstgestaltung und Einprobe
Worauf deutet es bei der Einprobe in der Regel hin, wenn Zahnseide mit leichtem Widerstand durch den Approximalbereich geführt werden kann?
Die richtige Antwort ist C.
Die richtige Antwort ist C. Ein kontrollierter Widerstand beim Durchführen von Zahnseide hilft dabei, einen ausreichenden Approximalkontakt ohne übermäßige Kontaktstärke zu bestätigen. Bei der Gerüsteinprobe lassen sich Passungs- und Konstruktionsfehler erkennen und voneinander unterscheiden, bevor die definitive Fertigstellung erfolgt. Die Restauration sollte sich vollständig und ohne Kippbewegungen einsetzen lassen, einen durchgehend stimmigen Randschluss aufweisen, kontrollierte Approximalkontakte und ausreichende Freiräume bieten sowie die Verblendmaterialien durch eine gleichmäßige Gerüstgeometrie und ausreichende Materialstärke unterstützen.
Frage 4 von 10
Grundprinzipien der Zahnpräparation
Durch welches Präparationsmerkmal wird bei einer Vollkronenpräparation hauptsächlich die Widerstandsform (Resistance Form) erreicht?
Die richtige Antwort ist A.
Die richtige Antwort ist A. Die Widerstandsform wird durch die Höhe und annähernde Parallelität gegenüberliegender axialer Präparationswände gewährleistet. Diese verhindern, dass die Restauration durch schräg einwirkende okklusale Kräfte verschoben oder rotiert wird. Die Konizität steht im Zusammenhang mit der Retention. Die Oberfläche beeinflusst die Retention durch den Befestigungszement, nicht jedoch die Widerstandsform.
Frage 5 von 10
Okklusale Aspekte
Welche wesentliche okklusale Funktion erfüllt die Frontzahnführung bei festsitzenden Restaurationen?
Die richtige Antwort ist C.
Die richtige Antwort ist C. Die Frontzahnführung beeinflusst den Verlauf der exkursiven Unterkieferbewegungen und kann eine Trennung der Seitenzähne bewirken, wodurch schädliche Kontakte während der Exkursionsbewegungen reduziert werden. Die Steilheit und Verteilung der Frontzahnführung müssen mit dem funktionellen Bewegungsraum des Patienten, der parodontalen Abstützung, der Gegenbezahnung und den gelenkbedingten Führungsfaktoren vereinbar sein, anstatt nach einem universellen Schema übernommen zu werden.
Frage 6 von 10
Provisorische Restaurationen
Welche primäre biologische Funktion erfüllt eine provisorische Krone?
Die richtige Antwort ist B.
Die richtige Antwort ist B. Die Abdeckung des freiliegenden Dentins trägt dazu bei, Überempfindlichkeiten, Kontaminationen und Irritationen der Pulpa zu begrenzen. Eine provisorische Restauration wird hinsichtlich ihres marginalen Abschlusses, des Pulpaschutzes, der Kontur, der Approximalkontakte, der Okklusion, der Festigkeit, der Reinigungsfähigkeit und der Ästhetik beurteilt. Bei der Herstellung und Reparatur müssen die umgebenden Gewebe geschützt und die für die definitive Versorgung geplanten anatomischen und funktionellen Beziehungen erhalten werden.
Frage 7 von 10
Komplikationen nach der Zementierung
Welche Komplikation tritt häufig bei einem offenen Approximalkontakt neben einer Krone auf?
Die richtige Antwort ist B.
Die richtige Antwort ist B. Ein offener Approximalkontakt ermöglicht das Einklemmen von Speiseresten und kann Zahnwanderungen begünstigen. Die Beurteilung umfasst den zeitlichen Verlauf der Symptome, Vitalitäts- und Perkussionstests, die Okklusion, die Approximalkontakte, die Restaurationsränder, gegebenenfalls indizierte Röntgenaufnahmen sowie das verwendete Restaurationsmaterial. Die Behandlung richtet sich nach der zugrunde liegenden Ursache. Politur, Einschleifen beziehungsweise Adjustierung, Reparatur, endodontische Behandlung und Austausch der Restauration sind keine beliebig austauschbaren Maßnahmen.
Frage 8 von 10
Diagnostik und Behandlungsplanung
Welche wesentliche Eigenschaft von Glasionomerzement (GIZ) unterscheidet ihn bei restaurativen und prothetischen Anwendungen von Zinkphosphatzement?
Die richtige Antwort ist B.
Die richtige Antwort ist B. Glasionomerzement geht eine chemische Bindung mit dem Kalzium im Hydroxylapatit des Zahnschmelzes und Dentins ein und setzt kontinuierlich Fluoridionen frei. Diese Eigenschaften fehlen dem Zinkphosphatzement. Glasionomerzement weist eine geringere Druckfestigkeit als Zinkphosphatzement auf. Bei Zinkphosphatzement bestehen größere Bedenken hinsichtlich seiner Löslichkeit.
Frage 9 von 10
Brückenkonstruktion (festsitzender Zahnersatz)
Wodurch wird eine adhäsiv befestigte Brücke (Adhäsivbrücke) hauptsächlich retiniert?
Die richtige Antwort ist A.
Die richtige Antwort ist A. Die Retention adhäsiv befestigter Brückenelemente beruht in hohem Maße auf dem adhäsiven Verbund mit dem Zahnschmelz. Bei der Konstruktion festsitzender Teilprothesen beziehungsweise Brücken wird die Belastung kontrolliert, während gleichzeitig Reinigungsfähigkeit, Gewebegesundheit, Retention und Ästhetik berücksichtigt werden. Vor der Auswahl des Brückenzwischenglieds oder der Verankerungselemente müssen die Spannweite, die Abstützung der Pfeilerzähne, das mechanische Verhalten der Verbinder, die Okklusion, die Form des Alveolarkamms und das Restaurationsmaterial beurteilt werden.
Frage 10 von 10
Abformtechniken
Warum kann es schwierig sein, einen langen zahnlosen Kieferabschnitt mit einem Intraoralscanner präzise zu erfassen?
Die richtige Antwort ist B.
Die richtige Antwort ist B. Eine begrenzte Anzahl eindeutig unterscheidbarer anatomischer Strukturen kann über eine lange Spannweite zu kumulativen Fehlern beim Zusammenfügen der Einzelaufnahmen (Stitching) führen. Eine akzeptable Abformung muss die gesamte Präparationsgrenze und den benachbarten Zahn vollständig wiedergeben, ohne Fehlstellen, Abrisse oder Verlagerungen aufzuweisen. Die Feuchtigkeitskontrolle, der Gesundheitszustand der Gewebe, die Zugänglichkeit, das Verhalten des Abformmaterials und die geplante Restauration bestimmen, ob die Abformung beziehungsweise der digitale Datensatz klinisch verwendbar ist.
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