Prüfungsfragen zu Histologie und Embryologie
Die orale Histologie und Embryologie gehören zu den grundlegenden Bestandteilen des vorklinischen Zahnmedizinstudiums und sind weiterhin Gegenstand von zahnärztlichen Zulassungs- und Äquivalenzprüfungen wie INBDE und AFK. Dieser Fragensatz behandelt die kraniofaziale Embryologie, die Odontogenese, den Zahnschmelz, das Dentin, die Zahnpulpa, das Wurzelzement, das Desmodont, die Mundschleimhaut, die Histologie der Speicheldrüsen und die Histologie des Kiefergelenks. Häufig wird gefragt, welche Zellen ein bestimmtes Gewebe bilden, welche Vorgänge in einem bestimmten Stadium der Zahnentwicklung stattfinden oder wie eine Entwicklungsstörung eine klinische Anomalie erklärt. Ein gutes visuelles Gedächtnis ist hierbei besonders hilfreich. Daher lohnt es sich, mit übersichtlichen Abbildungen des Glockenstadiums, der Dentintubuli und der Hauptfasergruppen des Desmodonts zu lernen.
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Die Fragen wurden aus dem Englischen übersetzt. Die Prüfungen selbst werden in englischer Sprache durchgeführt.
Prüfungsfragen
Frage 1 von 10
Histologie des Kiefergelenks
Ein sich entwickelndes orales Gewebe weist dichtes, avaskuläres, fibröses Bindegewebe zwischen den Gelenkräumen auf. Welche Struktur bzw. welches Entwicklungsstadium liegt vor?
Die richtige Antwort ist C.
Die richtige Antwort ist C. Der zentrale Gelenkdiskus ist daran zu erkennen, dass er aus dichtem, avaskulärem, fibrösem Bindegewebe zwischen den Gelenkräumen besteht. Seine Hauptfunktion besteht darin, die auf das Gelenk einwirkenden Belastungen zu verteilen und die Kongruenz der Gelenkflächen zu verbessern. Sein mikroskopisches Erscheinungsbild und seine Rolle während der Entwicklung unterscheiden ihn von benachbarten oralen Geweben.
Frage 2 von 10
Histologie der Speicheldrüsen
Ein sich entwickelndes orales Gewebe weist eine sternförmige, kontraktile Zelle zwischen einem Azinus und der Basallamina auf. Welche Struktur bzw. welches Entwicklungsstadium liegt vor?
Die richtige Antwort ist B.
Die richtige Antwort ist B. Die azinäre Myoepithelzelle ist daran zu erkennen, dass sie als sternförmige, kontraktile Zelle zwischen dem Azinus und der Basallamina liegt. Ihre Hauptfunktion besteht darin, durch Kontraktion die Abgabe des Sekrets aus den sekretorischen Drüsenendstücken zu unterstützen. Ihr mikroskopisches Erscheinungsbild und ihre Rolle während der Entwicklung unterscheiden sie von benachbarten oralen Geweben.
Frage 3 von 10
Wurzelzement
Ein sich entwickelndes orales Gewebe weist schnell gebildetes, apikal gelegenes Wurzelzement auf, das Zementozyten enthält. Welche Struktur bzw. welches Entwicklungsstadium liegt vor?
Die richtige Antwort ist B.
Die richtige Antwort ist B. Das zelluläre Eigenfaserzement ist daran zu erkennen, dass es sich um schnell gebildetes, vorwiegend apikal gelegenes Wurzelzement handelt, das Zementozyten enthält. Seine Hauptfunktion besteht in der Anpassung und Reparatur nach Abschluss der Wurzelentwicklung. Sein mikroskopisches Erscheinungsbild und seine Rolle während der Entwicklung unterscheiden es von benachbarten oralen Geweben.
Frage 4 von 10
Zahnpulpa
Ein sich entwickelndes orales Gewebe weist fibrotisch verändertes Gewebe innerhalb einer verengten Pulpakammer auf. Welche Struktur bzw. welches Entwicklungsstadium liegt vor?
Die richtige Antwort ist A.
Die richtige Antwort ist A. Die altersveränderte Zahnpulpa ist daran zu erkennen, dass sie fibrotisch verändertes Gewebe innerhalb einer verengten Pulpakammer aufweist. Ihre wesentliche funktionelle Besonderheit besteht darin, dass die reparative Kapazität und die sensorischen Reserven im Laufe der Zeit abnehmen. Ihr mikroskopisches Erscheinungsbild und ihre Rolle während der Entwicklung unterscheiden sie von benachbarten oralen Geweben.
Frage 5 von 10
Odontogenese
Ein sich entwickelndes orales Gewebe weist abgerundete epitheliale Knospen auf, die in das Ektomesenchym einwachsen. Welche Struktur bzw. welches Entwicklungsstadium liegt vor?
Die richtige Antwort ist A.
Die richtige Antwort ist A. Die epitheliale Einsprossung der Zahnleiste ist daran zu erkennen, dass abgerundete epitheliale Knospen in das Ektomesenchym einwachsen. Ihre Hauptfunktion besteht darin, die Entwicklung der einzelnen Zahnkeime einzuleiten. Ihr mikroskopisches Erscheinungsbild und ihre Rolle während der Entwicklung unterscheiden sie von benachbarten oralen Geweben.
Frage 6 von 10
Zahnschmelz
Ein sich entwickelndes orales Gewebe weist ein schlüssellochförmiges Prisma auf, das sich in Richtung der Oberfläche erstreckt. Welche Struktur bzw. welches Entwicklungsstadium liegt vor?
Die richtige Antwort ist D.
Die richtige Antwort ist D. Das Schmelzprisma ist an seiner schlüssellochförmigen Gestalt zu erkennen, wobei es sich in Richtung der Schmelzoberfläche erstreckt. Seine Hauptfunktion besteht in der Organisation der Schmelzkristalle entlang eines Verlaufs, bei dem sich die Orientierungen benachbarter Prismen kreuzen. Sein mikroskopisches Erscheinungsbild und seine Rolle während der Entwicklung unterscheiden es von benachbarten oralen Geweben.
Frage 7 von 10
Desmodont (Parodontalligament)
Ein sich entwickelndes orales Gewebe weist kleine epitheliale Zellinseln in der Nähe der Zementoberfläche auf. Welche Struktur bzw. welches Entwicklungsstadium liegt vor?
Die richtige Antwort ist D.
Die richtige Antwort ist D. Die Epithelreste nach Malassez sind daran zu erkennen, dass sie als kleine epitheliale Zellinseln in der Nähe der Wurzelzementoberfläche liegen. Ihre Hauptfunktion besteht in der Aufrechterhaltung des Desmodontalspalts und in der epithelialen Signalübertragung. Ihr mikroskopisches Erscheinungsbild und ihre Rolle während der Entwicklung unterscheiden sie von benachbarten oralen Geweben.
Frage 8 von 10
Mundschleimhaut
Ein sich entwickelndes orales Gewebe weist ein flexibles, unverhorntes, mehrschichtiges Plattenepithel auf. Welche Struktur bzw. welches Entwicklungsstadium liegt vor?
Die richtige Antwort ist B.
Die richtige Antwort ist B. Die Auskleidungsschleimhaut der Wange ist daran zu erkennen, dass sie aus einem flexiblen, unverhornten, mehrschichtigen Plattenepithel besteht. Ihre Hauptfunktion besteht darin, die Bewegungen der Wange zu ermöglichen, ohne dass es zu Rissbildungen an der Schleimhautoberfläche kommt. Ihr mikroskopisches Erscheinungsbild und ihre Rolle während der Entwicklung unterscheiden sie von benachbarten oralen Geweben.
Frage 9 von 10
Dentin
Ein sich entwickelndes orales Gewebe weist eine tertiäre Dentinmatrix auf, die von neu differenzierten, odontoblastenähnlichen Ersatzzellen gebildet wird. Welche Struktur bzw. welches Entwicklungsstadium liegt vor?
Die richtige Antwort ist A.
Die richtige Antwort ist A. Das reparative Dentin ist daran zu erkennen, dass es aus einer tertiären Dentinmatrix besteht, die von neu differenzierten, odontoblastenähnlichen Ersatzzellen gebildet wird. Seine Hauptfunktion besteht darin, nach dem Absterben der ursprünglichen Odontoblasten eine schützende Barriere zu bilden. Sein mikroskopisches Erscheinungsbild und seine Rolle während der Entwicklung unterscheiden es von benachbarten oralen Geweben.
Frage 10 von 10
Kraniofaziale Embryologie
Ein sich entwickelndes orales Gewebe weist einen Schlundbogen auf, der mit dem Nervus glossopharyngeus assoziiert ist. Welche Struktur bzw. welches Entwicklungsstadium liegt vor?
Die richtige Antwort ist C.
Die richtige Antwort ist C. Der dritte Schlundbogen ist daran zu erkennen, dass er mit dem Nervus glossopharyngeus (IX. Hirnnerv) assoziiert ist. Seine Hauptfunktion während der Entwicklung besteht in der Bildung des Musculus stylopharyngeus und eines Teils des Zungenbeins (Os hyoideum). Sein mikroskopisches Erscheinungsbild und seine Rolle während der Entwicklung unterscheiden ihn von benachbarten oralen Geweben.
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